„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ sagen wir manchmal so daher, und oft geht es dabei um so profane Dinge wie Fußball. Aber wie viel Kraft steckt in dem Satz, wenn man ihn sehr bewusst sagt. Wenn nichts mehr geht, wenn alles völlig aussichtslos scheint, wenn ich vor Jahren meinen Job verloren habe und einfach keinen Neuen finde, wenn ich abends in den Nachrichten die Lage in Syrien hilflos ansehe, in dem Wissen, dass es noch viele andere Brennpunkte in der Welt gibt, von denen ich schon nichts mehr höre, …

Und dennoch hoffen? Nicht aufgeben? Wenn wir das noch können, wenn eine größere Kraft uns trägt und wir das Wenige, das wir tun können, tun, dann ist in der Tat noch nichts verloren, dann lebt die Hoffnung noch, und dann können wir weitermachen als Menschen, als Christen, als Sozialarbeiter/in, Politiker/in, halt da, wo wir hingestellt sind.

Christoph Gehrmann