„Friede, Freude, Eierkuchen“ – eine gängige Phrase im Alltag, die wir bei jeder Gelegenheit in den Raum werfen. Sie ist das Synonym für das „alles wird gut“ bei täglichen Dramen. Für das „Happy End“ nach langen Streitereien. Für das „und wenn sie nicht gestorben sind“ im Märchen. Für das „so isset“ nach hitzigen Diskussionen und Redebeiträgen.

Beinahe willkürlich setzen „Friede, Freude, Eierkuchen“ den Schlusspunkt in zahlreichen Wortbeiträgen. Niemand scheut sich dafür sie zu gebrauchen, um dem Gesagten abschließend Ausdruck und Bedeutung zu verleihen. Danach kommt nichts mehr, es ist alles gesagt.

Der christliche Dreiklang „Glaube, Liebe, Hoffnung“ hingegen hält  weitaus weniger Einkehr in unseren Sprachgebrauch. Selten findet er  den Weg ins gesprochene Wort. Zu Recht…?! Immerhin handelt es sich dabei – egal ob gemeinsam oder im Einzelnen für sich stehend – um Worte mit Gewicht, mit Inhalt. Um Worte mit Wert, keine Phrasen. Es sind genau diese Drei, wie schon im ersten Brief an die Korinther geschrieben, die am Ende tatsächlich von Bedeutung sind: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe,…“.

Am Ende eines jeden Tages, eines jeden Lebens und eines jeden Daseins braucht es nicht mehr und  bleibt nichts mehr als diese Drei. Mit Ihnen ist TATSÄCHLICH ALLES gesagt. Eben „Glaube, Liebe, Hoffnung“.

Iris Meiser